Gruppenausstellung mit Werken aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank, der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld« sowie von weiteren Leihgebern

Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Kaiserdamm 105
14057 Berlin

geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank befasst sich in dieser Ausstellung mit dem Thema Geld in der Kunst.
Kreativ, fantasievoll und facettenreich sind die Wege, die Künstler:innen bei der Beschäftigung mit dem Thema Geld beschreiten. Die Herangehensweisen reichen von der künstlerischen Bearbeitung von Geldscheinen und Münzen über hintersinnige Arbeiten zum Widerspruch von Materialwert und ideellem Wert bis hin zur konzeptuellen Auseinandersetzung mit sozialen und gesellschaftspolitischen Aspekten.
Mit ästhetischen Mitteln wird der »Wert« des Geldes in unserer Gesellschaft hinterfragt: Wie wichtig ist Geld für jeden einzelnen? Kann man sich seiner wirtschaftlichen Bedeutung überhaupt entziehen? Kann Kunst überhaupt frei sein? Inwieweit sind Kunstschaffende selbst im System von Existenzsicherung, Wertsteigerung und Marktmacht gefangen?
Ein wiederkehrender künstlerischer Ansatz ist die Kritik am Kapitalismus, aber auch am Verhältnis von Kunst und Kommerz. So zerlegten und verfremdeten Künstler:innen wie Anne Jud und Andy Warhol US-Dollar-Scheine als Symbole für die monetäre Supermacht USA.
In den Jahren nach der politischen Wende in Deutschland führte eine Künstlergruppe im Berliner Prenzlauer Berg eine eigene Währung ein, das »Knochengeld«. Rund 60 internationale und Berliner Künstler:innen setzten sich in diesem Projekt mit dem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel auseinander, der in den frühen 1990er Jahren durch die Übernahme der Marktwirtschaft im Zuge von Währungsunion und Wiedervereinigung erlebt wurde.
Rund zehn Jahre später nutzten Kunstschaffende nach Einführung des Euros geschredderte DM-Scheine als Material für verschiedenste Arbeiten. Der Umgang mit den nunmehr wertlosen Geldnoten bot Anlass, sich mit dem Wert des Materials und mit der Fragilität des monetären Systems zu befassen.
Weitere künstlerische Exkurse befassen sich mit dem Thema »Gold«, etwa die Arbeiten von Helge Leiberg, Albrecht Fersch und Michael Müller. Andere Künstler:innen wie Horst Hussel kreierten fantastische Kunst-Währungen.
Auch der Kunstmarkt und die Werte von Kunst als Handelsware und Spekulationsmasse werden thematisiert. Nicht zuletzt forciert der Trend zur NFT-Kunst (Non-Fungible Token) ein Nachdenken über die Bedeutung digitaler Unikate.
In der Ausstellung CASH on the Wall sind Gemälde, Objekte, Skulpturen, Druckgrafiken, Collagen, Fotografien, Installationen und Videos zu sehen. Die Exponate stammen aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank und der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld« sowie von weiteren Leihgebern.

Zu den ausgestellten Künstler:innen zählen u. a.: Joseph Beuys*, Victor Bonato*, WP Eberhard Eggers*, Elmgreen & Dragset, Markus Huemer, Horst Hussel, Anne Jud*, Alicja Kwade*, Helge Leiberg, Via Lewandowsky, Lies Maculan, Lee Mingwei*, Michael Müller, Ingrid Pitzer*, Anahita Razmi, Michael Schoenholtz, Reiner Schwarz, Gerd Sonntag*, Daniel Spoerri, Klaus Staeck*, Hans Ticha*, Timm Ulrichs*, Philipp Valenta*, Andy Warhol*. (Ankündigung der Stiftung Kunstforum)

* mit Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung Haupt
, des weiteren von
Katharina Arndt, Ioë Bsaffot (Hrsg.), Dadara, Annett Deppe, Thomas Eller, Ueli Fuchser, Robert Jelinek, Vollrad Kutscher, Christin Lahr, Wolfgang Nieblich, Justine Smith, Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, Petrus Wandrey, Caroline Weihrauch, Vadim Zakharov

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Über die Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank gGmbH 

Mit der Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank gemeinnützige GmbH fördert die Berliner Volksbank eG vorrangig Kunst und Kulturarbeit in der Region Berlin-Brandenburg, die Kunstinteressierte, Kund:innen und Mitarbeiter:innen inspirieren und begeistern sollen.

Gegründet im Herbst 2007, vereint die Berliner Volksbank eG unter diesem Dach seither ihre Kunst- und Kulturförderung. Inhaltlich beruht diese auf den drei Säulen:

· Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
· Werkstatt für Kreative
· Kunstsammlung

Modern und zeitgemäß präsentiert sich der Ausstellungsort Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank am Lietzenseepark im lichten Galerie-Stil. Mit dem Bezug der neuen Räume im November 2018 lag der Fokus auf der Präsentation der Kunst der hauseigenen Sammlung unter verschiedenen kunsthistorischen Blickwinkeln. (…)

Die Ausstellungshalle Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank existierte zunächst seit 1985 in der Budapester Straße 35 als Kunstforum der GrundkreditBank im Erdgeschoss der damaligen Zentrale des genossenschaftlichen Geldinstituts. Nach der Fusion mit der Berliner Volksbank firmierte sie unter dem Namen Kunstforum der Berliner Volksbank. 2018 folgte  der Umzug an den Kaiserdamm 105 in Berlin-Charlottenburg. 2021 wurde der Ausstellungsort in Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank umbenannt.

Seit Mitte 2021 sind zusätzliche Räumlichkeiten im 1. OG hinzugekommen, die mit den bisherigen Räumen im Erdgeschoss verbunden worden sind. Die deutliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche ermöglicht erneut die Kooperation der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern.


(aus der Presseinformation der Stiftung Kunstforum, vollständige Fassung hier)


Informationen im Info-Faltblatt: PDF

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