Gruppenausstellung mit Werken aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank, der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld« sowie von weiteren Leihgebern

Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, Kaiserdamm 105, 14057 Berlin
17.2. - 19.6.2022, geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr


Ausstellungsansicht »CASH on the Wall«, Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022, © Anne Jud, Anahita Razmi, Lies Maculan, Thomas Eller. Foto: Natalia Carstens Photography



Die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank befasst sich in dieser Ausstellung mit dem Thema Geld in der Kunst.
Kreativ, fantasievoll und facettenreich sind die Wege, die Künstler:innen bei der Beschäftigung mit dem Thema Geld beschreiten. Die Herangehensweisen reichen von der künstlerischen Bearbeitung von Geldscheinen und Münzen über hintersinnige Arbeiten zum Widerspruch von Materialwert und ideellem Wert bis hin zur konzeptuellen Auseinandersetzung mit sozialen und gesellschaftspolitischen Aspekten.
Mit ästhetischen Mitteln wird der »Wert« des Geldes in unserer Gesellschaft hinterfragt: Wie wichtig ist Geld für jeden einzelnen? Kann man sich seiner wirtschaftlichen Bedeutung überhaupt entziehen? Kann Kunst überhaupt frei sein? Inwieweit sind Kunstschaffende selbst im System von Existenzsicherung, Wertsteigerung und Marktmacht gefangen?
Ein wiederkehrender künstlerischer Ansatz ist die Kritik am Kapitalismus, aber auch am Verhältnis von Kunst und Kommerz. So zerlegten und verfremdeten Künstler:innen wie Anne Jud und Andy Warhol US-Dollar-Scheine als Symbole für die monetäre Supermacht USA.
In den Jahren nach der politischen Wende in Deutschland führte eine Künstlergruppe im Berliner Prenzlauer Berg eine eigene Währung ein, das »Knochengeld«. Rund 60 internationale und Berliner Künstler:innen setzten sich in diesem Projekt mit dem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel auseinander, der in den frühen 1990er Jahren durch die Übernahme der Marktwirtschaft im Zuge von Währungsunion und Wiedervereinigung erlebt wurde.
Rund zehn Jahre später nutzten Kunstschaffende nach Einführung des Euros geschredderte DM-Scheine als Material für verschiedenste Arbeiten. Der Umgang mit den nunmehr wertlosen Geldnoten bot Anlass, sich mit dem Wert des Materials und mit der Fragilität des monetären Systems zu befassen.
Weitere künstlerische Exkurse befassen sich mit dem Thema »Gold«, etwa die Arbeiten von Helge Leiberg, Albrecht Fersch und Michael Müller. Andere Künstler:innen wie Horst Hussel kreierten fantastische Kunst-Währungen.
Auch der Kunstmarkt und die Werte von Kunst als Handelsware und Spekulationsmasse werden thematisiert. Nicht zuletzt forciert der Trend zur NFT-Kunst (Non-Fungible Token) ein Nachdenken über die Bedeutung digitaler Unikate.
In der Ausstellung CASH on the Wall sind Gemälde, Objekte, Skulpturen, Druckgrafiken, Collagen, Fotografien, Installationen und Videos zu sehen. Die Exponate stammen aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank und der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld« sowie von weiteren Leihgebern.

Ausgestellt sind Werke folgender Künstlerinnen und Künstler:

Katharina Arndt*, Joseph Beuys*, Bewegung NURR, Victor Bonato*, Dadara*, Ioë Bsaffot (Hrsg.)*, Annett Deppe*, WP Eberhard Eggers*, Thomas Eller*, Elmgreen & Dragset, Albrecht Fersch, Ueli Fuchser*, Hannah Heer, Markus Huemer, Uta Hünniger, Horst Hussel, Robert Jelinek*, Anne Jud*, Vollrad Kutscher*, Alicja Kwade*, Christin Lahr*, Helge Leiberg, Via Lewandowsky, Lies Maculan, Laurent Mignonneau*, Lee Mingwei*, Michael Müller, Roland Nicolaus, Wolfgang Nieblich*, Ingrid Pitzer*, Anahita Razmi, Werner Schmiedel, Michael Schoenholtz, Reiner Schwarz, Justine Smith*, Christa Sommerer*, Gerd Sonntag*, Daniel Spoerri, Klaus Staeck*, Hans Ticha*, Timm Ulrichs*, Philipp Valenta*, Petrus Wandrey*, Andy Warhol*, Caroline Weihrauch*, Vadim Zakharov*

* mit Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung Haupt

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Presseinformation und Abbildungen der Stiftung Kunstforum hier.

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Medienecho:

3sat, Kulturzeit, 8.3.2022: Ausstellungs-Tipp: »Cash on the Wall«

tip Berlin, 3.3.2022
Ausstellungstipps: Cash on the Wall

Berliner Morgenpost, 26.2.2022
Hintersinnig und verspielt
von Ulrike Borowczyk

TV.Berlin, 26.2.2022
Cash on the Wall | Ausstellung Stiftung KUNSTFORUM Berliner Volksbank

FluxFM Radio Arty, 17.2.2022
CASH On The Wall

Muenzen Online, 15.2.2022
Neue Sonderausstellung in Berlin: „CASH on the Wall“

B.Z., 15.2.2022
Hier zählt nur CASH! – Eine neue Ausstellung im Kunstforum über Geld und Kunst
von Bettina Göcmener

Hinweis 
zur Ausstellung bei rbb24 vom 14.2.22 (ab 10:13) (Mediathek, verfügbar bis 21.02.2022 ∙ 23:59 Uhr) 

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Über die Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank gGmbH 

Mit der Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank gemeinnützige GmbH fördert die Berliner Volksbank eG vorrangig Kunst und Kulturarbeit in der Region Berlin-Brandenburg, die Kunstinteressierte, Kund:innen und Mitarbeiter:innen inspirieren und begeistern sollen.

Gegründet im Herbst 2007, vereint die Berliner Volksbank eG unter diesem Dach seither ihre Kunst- und Kulturförderung. Inhaltlich beruht diese auf den drei Säulen:

· Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
· Werkstatt für Kreative
· Kunstsammlung

Modern und zeitgemäß präsentiert sich der Ausstellungsort Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank am Lietzenseepark im lichten Galerie-Stil. Mit dem Bezug der neuen Räume im November 2018 lag der Fokus auf der Präsentation der Kunst der hauseigenen Sammlung unter verschiedenen kunsthistorischen Blickwinkeln. (…)

Die Ausstellungshalle Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank existierte zunächst seit 1985 in der Budapester Straße 35 als Kunstforum der GrundkreditBank im Erdgeschoss der damaligen Zentrale des genossenschaftlichen Geldinstituts. Nach der Fusion mit der Berliner Volksbank firmierte sie unter dem Namen Kunstforum der Berliner Volksbank. 2018 folgte  der Umzug an den Kaiserdamm 105 in Berlin-Charlottenburg. 2021 wurde der Ausstellungsort in Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank umbenannt.

Seit Mitte 2021 sind zusätzliche Räumlichkeiten im 1. OG hinzugekommen, die mit den bisherigen Räumen im Erdgeschoss verbunden worden sind. Die deutliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche ermöglicht erneut die Kooperation der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern.


(aus der Presseinformation der Stiftung Kunstforum, vollständige Fassung hier)


Informationen im Info-Faltblatt: PDF

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