April 2016

Neu in der Sammlung: Arbeiten von André Boitard

»Money – American presidents« (2014) [Abb. li.] und »10 Hong Kong Dollar/Ryan Gosling
Johnny Cash/Le Corbusier« (2013) [Abb. re.] des in 1976 in München geborenen, in Berlin lebenden und vor allem in der Street-Art-Szene bekannten Künstlers gehören zu den Neuerwerbungen der letzten Zeit.
Boitard nutzt heute die Collagetechnik, greift Bildelemente und - in diesem Falle - Banknoten quasi von der Straße auf, um sie mittels Montage in kompaktem Format zu einer künstlerischen Aussage zu verdichten:
»Bei Roy Lichtensteins Bild ›George Washington‹, Damien Hirsts ›Diamant Skull‹ und Andy Warhols ›Dollars‹ wurde ich fündig, was das Thema Geld betrifft. Auch bei Jeff Koons, der als der offizielle Nachfolger von Andy Warhol gilt, fand ich Anleihen zum Thema Geld. Er setzt Lady Gaga als Kunstwerk in dem Cover von ›Art Pop‹ in Szene. Dies nutzte ich als Teil meines Kunstwerks ›Präsidentenblock‹. Es folgt der Verweis auf Michael Jackson der als ›King of Pop‹ bezeichnet wird. Und schließlich Moses mit den Gesetz-Tafeln verweist auf den Spruch welcher auf den amerikanischen Münzen steht: ›In God we trust‹.«
Und zum Le Corbusier-Motiv des zweiten Blocks:
»Diese Karte ist aus einer Vielzahl von 10-Schweizer-Franken-Banknoten entstanden.
In dieser Komposition nehme ich Anleihen aus dem ›Merz Universum‹ des deutschen Künstlers Kurt Schwitters. Dieser verwendete z. B. alte Fahrscheine, Metallringe und vieles andere gefundene Material, für seine Collagen. Ich halte die Schweizer-Franken- Banknoten für die schönsten komponierten Scheine, neben den ›Payola‹-Scheinen, welche ich 2000 zusammen mit Jakob Zoche als Währung der United Transnational Republics gestaltete.«

Information im Internet: www.andreboitard.com
zum Weiterlesen: Portfolio Andé Boitard aka Kustos mit CV und Kontakt / PDF dieser Information

 

 

 

März 2016

Gutes böses Geld. Eine Bildgeschichte der Ökonomie

Große Landesausstellung

5. März bis 19. Juni 2016

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden
und an weiteren Orten

Die Sammlung Haupt ist als Leihgeber mit drei Arbeiten von Joseph Beuys an diesem opulenten Projekt beteiligt.

alle Informationen:
www.kunsthalle-baden-baden.de/programm/aktuelles-programm

 

 

 

Bilder der Ausstellung und Eröffnung · Fotos: Alfred Gerold / vaf (r.o.)

 

 

 

Arbeit im Bestand der
Sammlung:

Urbi et orbi (Christus mit Amex), 2011-14 (Version III, 2014)

Detailansichten

Abbildungsnachweis:
Virginie Mossé

Februar 2016

Neu in der Sammlung: Urbi et orbi (Christus mit Amex) von Virginie Mossé

Die in Frankreich geborene, in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin über die unlängst in den Sammlungsbestand aufgenommene Arbeit:
»Das Thema dieser Arbeit, nach dem Gemälde von Hans Memling (zwischen 1433 und 1440 – 1494) ›Segen des Christus‹, umrahmt die Machtposition des Geldes als neue Spiritualität bzw. als Segnender. Hier widerspiegelt sich ein heutiges Phänomen, nämlich die Strategie des Marktes, eine ganze Symbolik, Patrimonien der Vergangenheit zugunsten des Kapitalismus auszunutzen. Das Abbild des ›Segnenden Christus‹ von Memling wird zu einem Zeichen und trivial umgedreht in Form einer Werbestrategie, welche sich der Rezeption sofort als Bank-Werbung darbietet. Ich zeige hier die Banalisierung von Symbolik und kulturellen Werten.
Auf einer anderen Ebene wird die Beziehung zwischen Kunst und Geld betont, im Sinne der Produktion, der Bestellung, vom Sammler bis zur Kunstmesse.
Es gibt drei Versionen dieser Arbeit, von denen die dritte eine weitere Ebne enthält: Reproduktionsspuren, um das Konzept der Arbeit in dieser Richtung zu betonen – die Ausnutzung originaler Symboliken, die Reproduzierbarkeit, das Internet ...«

»In ihrer multimedialen Konzeptkunst, interessiert sich Virginie Mossé für den Mechanismus der visuellen Wahrnehmung und die Funktion der Symbolik.
Durch die Vermischung von etablierten Genres und dem häufigen Wechsel zwischen Bild und Sprache zeigt sie die komplexe Beziehung zwischen Realität und Fiktion. Anhand der Auseinandersetzung mit der Macht von Ikonografien und Ideologien und der Aufarbeitung von Mythen forscht die Künstlerin nach den Zusammenhängen von Geschichte und Kultur.« (Stefanie Seidl, Berlin Weekly)

zum Weiterlesen:
bebildertes PDF mit Vita der Künstlerin                            aktuelle Ausstellung ab 17.3.2016 in der
Portfolio deutsch  / english Virginie Mossé                        Mayeur Projects Galerie in Las Vegas,
Internet: http://studiovirginiemosse.tumblr.com/                
New Mexico

Der Schein des Seins, 2012

Ameisenstaat, 2012
 

Urbi et orbi
Version I, 2011
Sammlung Andreas von Goetz, Hamburg

 

 

 

Europe, 2011
 

bereits im Bestand:

Materialism, 1995


weitere Arbeit aus der
MONEY-Mappe:

Laundered Money, 1998

Dezember 2015

Neu in der Sammlung: »Europe« und »Current Flag of China«
von Lex Drewinski

Zwei großformatige Digitaldrucke aus der 10 Motive umfassenden Mappe »MONEY – works on paper« (in der Arbeiten zum Thema Geld aus 15 Jahren zusammengefasst
sind) des international renommierten Grafik-Designers ergänzen nunmehr die schon im Bestand der Sammlung befindlichen Plakate »100 Jahre Brecht – Hommage à Bertolt Brecht 1898-1998« und »Materialism – aus dem Zyklus ›Schablonen‹«.

Drewinski, geboren am 11. September 1951 in Szczecin (Polen), studierte von 1976 bis 1981 an der Staatlichen Kunsthochschule (heute Universität der Künste) in Poznań
(Graduierung mit Auszeichnung in der Klasse von Prof. Waldemar Świerzy), war von 1983 bis 1985 als Filmregisseur im Zeichentrickfilmstudio des Polnischen Fernsehens in Poznań tätig und siedelte 1985 nach Berlin (West) über. 2008 promovierte er zum Doktor an der Akademie der Künste in Poznań, 2011 Dr. habil. an der Universität der Künste ebd., 2015 Ernennung zum Professor durch den Präsidenten der Republik Polen.
Seit 1992 ist er Professor für Design an der Fachhochschule Potsdam und begleitet zusätzlich seit 2010 eine Professur an der Akademie der Künste in Szczecin.
Er ist Preisträger zahlreicher Internationaler Plakat-Wettbewerbe: Details im u. g. PDF.

Seinen auf frappierende Verknappung konzentrierten Gestaltungsansatz kommentiert
der Künstler wie folgt:
»Im Plakat zu reduzieren ist immer möglich. Mit dem Hinzufügen hingegen wäre ich zurückhaltend, denn ein Plakat ist kein Sparbuch.«

zum Weiterlesen:                                                                       Abbildungsnachweis:
bebildertes PDF mit Vita des Künstlers                                      Lex Drewinski, außer
»MONEY – works on paper«                                                     »100 Jahre Brecht«
facebook-Seite des Künstlers                                                      Foto: Hermann Büchner

Current Flag of China,
2013

 

100 Jahre Brecht, 1998


 

Division, 2013

 

 

 

DDR: 100 Mark

ČSSR: 50 Kronen

Belgien: 500 Francs

Jugoslawien: 100 Dinar

Abbildungen: Ulrich Wüst/
Galerie Leo.Coppi, Berlin

Oktober 2015

Neu in der Sammlung: 100 DDR-Mark (1975) von Ulrich Wüst

Das seit kurzem in den Sammlungsbestand aufgenommene Werk aus der über 60 Motive umfassenden Serie des Berliner Fotografen gibt einen ganz besonderen Blick der künstlerischen Beschäftigung mit dem Thema Geld.

Die Serie knüpft an die Überzeugung des Künstlers von der erzählerischen Kraft der Dinge an. Er fotografierte für einen Kunst-am-Bau-Wettbewerb der Deutschen Bundesbank (Neubau der Hauptverwaltung Berlin) die Bildmotive – bzw. Ausschnitte davon – auf Geldscheinen aus 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union sowie Banknoten aus der Sowjetunion, der DDR, aus Jugoslawien und der ČSSR.
Diese Staaten machten im Prozess der politischen Umwälzungen und der Auflösung des Ostblocks ab Ende der 1980er Jahre signifikante Veränderungen durch.

Mit dem für die Sammlung erworbenen Blatt hat man gleichsam eine Insignie der mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten vor 25 Jahren untergegangenen DDR vor Augen.
Der von Wüst porträtierte 100-Mark-Schein zeigte auf der Rückseite den Palast der Republik, der nicht nur als Machtzentrum in der DDR galt, sondern in dem von der ersten frei gewählten Volkskammer am 23. August 1990 auch der Beitritt des Landes zur BRD beschlossen wurde.
Ungeachtet dieser historischen Bedeutung fiel später der Beschluss zum Abriss des Gebäudes zugunsten eines an das historische Stadtschloss erinnernden Neubaus, welcher nach langen Jahren der Brache im Zentrum Ost-Berlins nunmehr Gestalt annimmt.
Die Arbeit ist aktuell in einer Ausstellung mit Werken aus dem Bestand der Sammlung zu den Aspekten Banken, DDR und Politik im Behren Palais Berlin zu sehen.

zum Weiterlesen:
bebildertes PDF mit Vita des Künstlers
Flyer zur Ausstellung »Ulrich Wüst – Fotografien« im Verbindungsbüro des Deutschen Bundestages bei der Europäischen Union in Brüssel, Mai - August 2012
Website des Künstlers

BRD: 1000 DM

Irland: 10 £

Ungarn: 10 Forint

Großbritannien: 5 £

 

 

 

September 2015

Der Dollar leuchtet – Ausstellung im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken


Mit der Ausstellung beim VDB zeigt die Sammlung Haupt ab 14. September 2015 zum ersten Mal eine außergewöhnliche Werk-Zusammenstellung von Künstlern, die sich mit dem Dollar auseinandergesetzt haben.
Die Arbeiten bieten eine Zeitreise von den 70ern bis heute, in der die nordamerikanische Währung als Referenz politischer und kultureller Ereignissen dient.
In der Ausstellung »Der Dollar leuchtet – Kunst und Zahlungsmittel« wird der Dollar als Symbol dekonstruiert und in seiner unterschiedlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten dargestellt.
Ob als quasi-religiöser Stellenwert wie bei Mathieu Merciers Neon-Arbeit, kritisch kulturelles Symbol der USA für den Künstler Barton Lidicé Beneš oder der ›Referenz‹ an den US-amerikainischen Bankräuber der 20er Jahre mit Joseph Beuys' »John Dillinger«-Schein, präsentieren die gezeigten Arbeiten politische, ironische oder lustige Versionen künstlerischer Beschäftigung mit der Währungsikone »Dollar«.

zum Weiterlesen: Handout zur Ausstellung mit Werkabbildungen und Kurztexten

 

 

Bilder der Ausstellung und Eröffnung · Fotos: atelier elf (5) / Reiner Graff (7)

 

 

 

August 2015

Neu in der Sammlung: »Faces in my Pocket« von Will Kempkes

Im Rahmen von Will Kempkes' Projekt »First Official Artist Subscription« entstand die Serie »Faces in my Pocket« in Kooperation mit der Sammlung Haupt. Eine Serie von Bildern wird in diesem Projekt zwischen Künstler und Sammler besprochen und vom Künstler spezifisch für den Sammler ausgeführt.

Die Gesichter von sechs US-amerikanischen Präsidenten - George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln, Andrew Jackson, Ulysses S. Grant, Benjamin Franklin - und Alexander Hamilton, dem Gründer der ersten amerikanischen Nationalbank, zieren die ›Face‹-Seiten der sieben US-Dollar-Scheine, basierend auf gemalten Porträts der Staatsmänner. Die Spuren der Drucktechnik, mit der die Original-Dollar-Scheine hergestellt werden, sind ebenso in die fertigen Gemälde eingeflossen, wie die grünen Schattierungen des US-Dollar-Papiers. Die fertigen Bilder der Serie implizieren so die Transformation der Porträts auf Geldscheine und zurück in gemalte Bilder.

Die Serie wird in der Ausstellung »Der Dollar leuchtet – Kunst und Zahlungsmittel«, die am 14.9.2015, 19 Uhr, in den Räumen des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken, Schützenstraße 6a, 10117 Berlin, eröffnet wird, neben anderen Dollar-Geldkunstwerken zu sehen sein.

Will Kempkes, geboren 1986, lebt und arbeitet in Berlin. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnungen und Videokunst. Er absolvierte sein Kunsstudium u. a. bei den Professoren Robert Lucander und Hito Steyerl an der Universität der Künste in Berlin, am Hunter College in New York City und am CENFAD in Kuala Lumpur (Malaysia). Er wird in Berlin von der Anna Jill Lüpertz Gallery vertreten.

Seine Arbeiten waren u. a. in folgenden Einzelausstellungen zu sehen:
And Now We Come, All Hot Pursuit, 2013, AJLart Berlin
Camel Police Force, 2011, Bar Babette Berlin
Heads, 2010 WK 07-09 Remise Freies Museum Berlin
Haushalt1 Bat Mural, 2008 Stadt Bath
In Heat, 2007 Kapitalistischer Realismus Berlin

zum Weiterlesen: bebildertes PDF mit Vita des Künstlers und Informationen zu den Dargestellten
Website des Künstlers: www.willkempkes.com

linke Seite
Washington (1 $)
Jefferson (2 $)
Lincoln (5 $)
Hamilton (10 $)

rechte Seite
Jackson (20 $)
Grant (50 $)
Franklin (100 $)

 

 

 

Juli 2015

Werke der Sammlung Haupt im Bankhaus Löbbecke, Berlin

Kuratiert von Dr. Hermann Büchner

Eine Auswahl von Geldkunstwerken differenzierter künstlerischer Annäherung in
diversen Gattungen und Techniken aus dem Sammlungsbestand ist bis Ende September im Behren Palais zu sehen.
Es werden die Themen Banken, DDR und Politik schwerpunktmäßig vorgestellt.

Die Ausstellung wurde am 14. Juli 2015 mit einer Einführung durch den Sammler eröffnet.

zum Weiterlesen: Text zur Ausstellung und Übersicht der vertretenen Künstler

 

 

Bilder der Ausstellung · Fotos: atelier elf (9) / Hermann Büchner (1)

 

 

 

adoramus...?, 1978

 

adoramus...?, 1978
(Detailansichten)

Juni 2015

Neu in der Sammlung: adoramus...? von Jürgen Schieferdecker

Mit der im Hochdruckverfahren auf Polyester ausgeführten Collage des Dresdner Künstlers, Architekten und Hochschullehrers Jürgen Schieferdecker wurde für die Sammlung Haupt eine – nicht nur in drucktechnischer Hinsicht – außergewöhnliche Arbeit erworben.
1978, als nach dem Entwurf der politisch Bestimmenden die Gesellschaft der DDR in ihr ›entwickeltes‹ Stadium eintreten sollte, wagte der Künstler eine hintersinnige Persiflage auf die götzengleiche Verehrung des Geldes: der ideologierelevant in Anspruch genommene, sinnträchtig auf dem ostdeutschen 100-Mark-Schein abgebildete Marx ›thront‹ gottvatergleich über einem vergleichsweise geringen Betrag in DM (West).
Wer nun wen und zu welchem Umtauschsatz des seinerzeit illegalen Geldmarktes anbetet, mag sich der (heute) amüsiert-nachdenkliche Betrachter selbst erschließen.
Bereits in den 60er Jahren setzte sich Schieferdecker in Grafiken, Assemblagen und Collagen politischen Inhalts - die unter anderem in Havanna und Tokio ausgestellt wurden - kritisch mit den gesellschaftlichen Umständen und Verwerfungen in seinem Land auseinander. Bekannt war er außerdem für seine großplastischen Objekte im architektonischen Kontext, wie z. B. der »Ulbrichtschen Kugel« (1984), vor dem Willersbau der Technischen Universität Dresden.
Auch in jüngerer Zeit sind Blätter zum Thema Geld im unverwechselbaren Collage-Stil Schieferdeckers entstanden, auf einem von ihnen wiederum Karl Marx: doch steigt er nunmehr phoenixgleich über einer Euro-Weltkugel auf....

zum Weiterlesen: bebilderte Information mit Vita und Statements des Künstlers

5-Euro-Blatt, 2011

Euro-Fall?, 2013

 

 

 

void – capital, 2013
Scheck

void – capital, 2013
Videoinstallation,
leerstelle- Ausstellungs-
raum

April 2015

Neu in der Sammlung: void – capital und nur kopiert! von Matthias Schwab

Seit kurzem wird die Gruppe der konzeptionellen Arbeiten zum Thema Geld durch Dokumente der Aktionen von Matthias Schwab aus Ansbach bereichert. Dem Verschenken und Tauschen von Geld, von Christin Lahr oder Norgard Kröger konzeptkünstlerisch praktiziert, setzt Schwab den Aspekt der Umkehrung von Wertbildungs-Mechanismen im Kunstmarkt hinzu: Werteverfall statt -steigerung:
Als Leerstellen und Vernichtungen (Voids) erscheinen Handlungen, die als Konzept, Installation oder Work in Progress unsere Definitionen von Macht und Ideologie in Frage stellen. Kunst erscheint als Antithese des Ökonomischen.
void – capital vernichtet mit den Mitteln der Kunst das dem Künstler überantwortete Preisgeld des Ansbacher Kunstpreises 2012. Dabei wird das Geld durch den künstlerischen Akt zu Kapital in den Händen philippinischer Straßenkinder, deren Freiheitsentfaltung durch die Kunst im Rahmen der Arbeit der Stairway Foundation
gefördert wird. Die original gestempelte, nummerierte und signierte Multiple-Edition der Schecks erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren, die der Künstler verschenkt. Der Besitz des Kunstwerks fordert dazu auf, am Work in Progress dieser Umwertung teilzuhaben. Die Kunst ist eine objektive Transformation.

Mit dem im Kontext der Ausstellung nur kopiert! publizierten Mappenwerk »Aufmerk-
samkeits-Belastungs-Test« bietet der Künstler Kopien der Originalgrafiken für kleines Geld an und reduziert damit den Preis für die Originale: Sind alle Mappenwerke verkauft, besteht der Verkaufspreis der Originale aus der Summe der Herstellungskosten der Kopien.

zum Weiterlesen:
bebilderte Information zu den Arbeiten im Sammlungsbestand
Vita und Einblicke 2015
nur kopiert!
- Beschreibung zum Ausstellungsprozess

nur kopiert!, 2014
Mappe (Titel)

nur kopiert!
Mappe auf Kopierer

Formale Farbseman-
tik: Schwarz, 2007

Website des Künstlers
www.leerstelle.org

 

 

 

César Escudero Andaluz:
Captura de pantalla ...

Peristeri On:
Broken Africa

Mathieu St-Pierre: Wikidollar

Maximilan Roganov:
Bitcoin

Februar 2015

Neu in der Sammlung: Digital Art

Das digitale Zeitalter macht auch vor der Kunst nicht Halt. Die junge Künstlergeneration der Digital Natives erschafft am Computer Arbeiten, die virtuell und über das Internet abrufbar sind. Die Auseinandersetzung mit einer globalen kapitalistischen Konsumwelt spielt dabei eine wichtige Rolle und damit verbunden auch das Thema Geld.

Arbeiten von César Escudero Andaluz, Peristeri On, Mathieu St-Pierre und Maximilan Roganov bereichern seit kurzem die Sammlung Haupt. Sie alle beruhen auf den Gegebenheiten des Internets, sind digital konstruiert und beschäftigen sich mit dem Finanz- und Geldsystem.

Für seine Arbeit Captura de pantalla 2013-04-08 a las 16.59.05.jpg setzt César Escudero Andaluz im Internet gefundene Bilder als Schreibtischhintergrund auf seinem Computer ein und legt darauf eine Ordnerstruktur an, die die wesentlichen Bildelemente - die Goldmünzen - überdeckt. Broken Africa von Peristeri On basiert ebenfalls auf found footage aus dem Internet, und zwar Geldscheinen einer afrikanischen Währung. Wie abstrakte Papierflieger gleiten die Banknoten vom Vordergrund in den weißen Hintergrund hinein und lösen sich dabei mehr und mehr auf. Mathieu St-Pierre verwendet für seine Arbeit Wikidollar einen virtuellen 1-Dollar-Schein. Mithilfe eines algorithmischen Computerprogramms verändert er das äußere Erscheinungsbild, das nun an analoge Störbilder von Röhrenfernsehern erinnert. Der amerikanische Dollar wird in seiner fehlerhaften Form zu einem Sinnbild für das gestörte globale Finanzsystem. In der Arbeit Bitcoin von Maximilian Roganov wird Super Mario aus seiner virtuellen Spielewelt in eine andere, von Geld geprägte entlassen. Allerdings läuft er hier auf der Jagd nach der Bitcoin-Münze in die entgegengesetzte Richtung, die ihn in seiner gewohnten Umgebung niemals zum Ziel führen würde.

zum Weiterlesen: Langfassung des Textes als PDF (dt.)  PDF (engl.)

Ausstellung
Money Works, Part 2

Ausstellung
Money Works, Part 2

Ausstellung
Divided and Reunified, AMB 2014


weiterführende Links:

Websites und diverse Internet-Präsentation der Künstler im PDF (dt.)
PDF (engl.)

 

 

 

One Dollar Shop, NYC,
ca. 1969

New York City Stock Exchange, 1973

Chicago Graffiti, 1975

Dezember 2014

Neu in der Sammlung: Fotografien von Jerry Berndt

Drei Arbeiten des amerikanischen Fotografen Jerry Berndt (1943 - 2013) gehören seit kurzem zum Bestand der Sammlung. Bei den Motiven »One Dollar Shop, New York City« (ca. 1969), »New York City Stock Exchange« (1973) und »Chicago Graffiti« (1975) handelt es sich um Silbergelatineabzüge von der Hand des Künstlers auf mit Selen getöntem Papier aus dem Jahre 2009.

Bekannt geworden ist Jerry Berndt mit der Serie »Combat Zone«, die zwischen 1967
und 1970 entstand und das Leben im Red Light Bezirk Bostons festhält. Mit Serien zur Anti-Vietnamkriegs-Bewegung Ende der 1960er Jahre und zur Obdachlosigkeit im Amerika der frühen 1980er Jahre hat er Themen behandelt, die die ungelösten Konflikte eines Landes untersuchen. Jerry Berndts Fotografie hat viele Facetten: er arbeitete in Einzelbildern, Sequenzen und Serien und fotografierte fast ausschließlich in Schwarz-Weiß.

Die Gruppe der drei Motive zum Thema Geld hat er selbst so für eine Ausstellung zusammengestellt und gehängt.
Sie wurden zusammen mit anderen ausgewählten Werken der Sammlung Haupt in der Ausstellung »DIVIDED AND REUNIFIED« im Begleitprogramm der Art Market Budapest 2014, 8. bis 11. Oktober 2014, präsentiert.

Diese Information als PDF

Werkgruppe Jerry Berndt zur Art Market Budapest 2014

weiterführende Links:

Sean Samuels bei
Bauman Rare Books

University of Southern California

Galerie White Trash Contemporary

Bildband:
Jerry Berndt – Insight
Steidl, Göttingen 2008

 

 

 

Thomas Baumgärtel:
5-DM-Banane, 2002

Barton Lidicé Beneš:
Deutsche Mark – Kronkorken, 2000

Norbert Hinterberger:
G. O. D., 2000

Hildegard Ochse:
Begrüßungsgeld, 1989

Oktober 2014

DIVIDED AND REUNIFIED
Ausstellung der Sammlung Haupt im Rahmen der Art Market Budapest Art Fair


Als Teil des Begleitprogramms der Art Market Budapest Kunstmesse 2014 präsentiert die Sammlung Haupt eine Auswahl von 40 Arbeiten von 27 Künstlern zu den thematischen Schwerpunkten »Deutschland: getrennt und wiedervereint«, »Gesellschaftskritik«, »Politische und kulturelle Perspektiven« sowie »Wert von Kunst und Geld«.

Der Berliner Mauerfall im Jahr 1989 beendete die deutsche Teilung in BRD und DDR. Das Leben in Deutschland und speziell in Berlin hat sich durch dieses Ereignis fundamental verändert. Künstler begannen, sich in ihren Werken mit der neuen Situation und den verschiedenen Lebensstilen in beiden Ländern auseinanderzusetzen. So hat z. B. die Berliner Autorenfotografin Hildegard Ochse nach dem Mauerfall auf Berlins Straßen den Erhalt des sogenannten ›Begrüßungsgelds‹ für DDR-Bürger dokumentiert: Die Straßen-
szene mit dem handgeschriebenen Schild veranschaulicht die provisorische und neue Situation in Berlin. Thomas Baumgärtel visualisiert auf seiner »5 DM Banane« seinen bisher nicht realisierten Plan, eine überdimensionale Banane im Brandenburger Tor, dem Symbol der Deutschen Einheit, zu installieren. Im Jahr 1979 beschrieb Joseph Beuys einen 20-Westmark-Schein mit »Kunst = Kapital« und einen 20-Ostmark-Schein mit »Falschgeld«, womit eine klare künstlerische und gesellschaftskritische Aussage verbunden ist. (...) zum Weiterlesen: PDF dt.     PDF engl.

Die Ausstellung wird kuratiert von Tina Sauerländer.

A38 Gallery, Budapest XI., Petőfi bridge, Buda side
vom 8. - 11.10.2014, geöffnet 10 - 18 Uhr

mit Arbeiten von: Thomas Baumgärtel, Barton Lidicé Beneš, Jerry Berndt, Joseph Beuys, York der Knoefel, Lex Drewinski, Felix Droese, WP Eberhard Eggers, Jochen Fiedler, Dominique Gras, Julia Herfurth, Norbert Hinterberger, Will Kempkes, Verena Landau, Götz Lemberg, Thomas Moecker, Hildegard Ochse, Reiner Schwarz, Justine Smith, Klaus Staeck, Anton Stankowski, Mathieu St-Pierre, Michael Timpson, Rirkrit Tiravanija, Petrus Wandrey, Stefan Wewerka, Ulrich Wüst

weitere Informationen: Programm der Art Market Budapest    Katalog der AMB (issuu Pageflip)

Will Kempkes:
Andrew Jackson

Götz Lemberg:
E 0767, 2006

Lex Drewinski:
100 Jahre Brecht - Hommage à Bertolt Brecht 1898-1998, 1998

 

 

Bilder der Ausstellung · Fotos: Tina Sauerländer und Eröffnung · Fotos: Julia Herfurth

 

 

 

Gier frisst: FREIHEIT
o.: Rendering / u.: Video

Realitätsprinzip – 50

Kunst hilft

September 2014

Ralf Kopp: »Gier frisst: FREIHEIT« – Aktion im öffentlichen Raum
präsentiert von der Sammlung Haupt, Berlin und der POSITIONSBERLIN
Enthüllung der Installation am Donnerstag, 18. September 2014, um 14:00 Uhr
vor dem Kaufhaus Jandorf, Brunnenstraße 19 – 21, 10119 Berlin

Vor dem Veranstaltungsort der Messe platziert der Künstler Ralf Kopp das Wort FREIHEIT aus mehreren Tausend 1-Cent-Stücken als soziale Plastik unkommentiert und ungeschützt im öffentlichen Raum. Die Aktion ist Teil seines Konzeptes »Gier frisst:« Was wird passieren? Wird Gier die FREIHEIT zerstören und auf diese Weise das künstlerische Material wieder dem Geldkreislauf zuführen? Die Installation bietet die Möglichkeit, über das Verhältnis von Geld, Kunst und Freiheit im Umfeld einer kommerziellen Kunstmesse in einem ehemaligen Kaufhaus der armen, aber sexy Kunststadt Berlin nachzudenken.
Die künstlerischen Projekte von Ralf Kopp sind immer auch mit einer sozialen Komponente verbunden. Bereits in mehreren Aktionen wie »ankommen« (2012) und
»50 € helfen satt zu werden« verkauft der Künstler Editionen bedruckter 5-€-Scheine für einen guten Zweck.
Zusätzlich zu »Gier frisst: FREIHEIT« wird Ralf Kopp für die Ausstellung der Sammlung Haupt im Rahmen der POSITIONSBERLIN erstmalig die Edition »Kunst hilft« vorstellen und auch Arbeiten seiner Serie »Realitätsprinzip«, die die Obdachlosigkeit in Europa thematisiert, zeigen.
Die Sammlung Haupt wird zudem die Arbeit »Cash Pool« (2006) des Künstlerkollektivs Bewegung NURR im Rahmen der Videolounge der POSITIONSBERLIN präsentieren. Es ist geplant, den Gewinn aus den Verkäufen aller im Rahmen der POSITIONSBERLIN von der Sammlung Haupt präsentierten Projekte einem guten Zweck zuzuführen.

weitere Informationen:                                   zahlreiche Berichte in den Medien im Medienecho
POSITIONSBERLIN                                       detaillierter Ablauf der Aktion aus Sicht des Künstlers
www.ralfkopp.com                                       www.gierfrisst.de

Realitätsprinzip – 100

Bewegung NURR: »Cash Pool«, 2006
(stills)

 

 

Bilder von der Aktion + Stand der Sammlung - Großansicht/Slideshow per Klick auf die Abbildungen · Fotos: Michael Kirsten

 

 

 

Bilder von Stationen
der Reise

August 2014

Tête-à-Tête mit der Pilgerin Anna Poetter

Auf ihrer zweimonatigen Pilgerreise zu europäischen Orten des Geldes wird Anna Poetter auch in der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge - Kunst und Geld« zu Gast sein. Die Künstlerin beschäftigt sich im Rahmen ihrer »Triologie moderner Opfer« in ihrem abschließenden Projekt mit dem ›Allerheiligsten‹: Geld. Ihre Pilgerreise führt sie von Zürich, Basel (Art Basel, BIZ – Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), Wien (Robert Kalina, Österreichische Nationalbank), München (Bayerische Börse AG/Börse München; Bayern LB Bayerische Landesbank; Lehrstuhl Finanzmathematik der Technischen Universität München), Stuttgart (BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG; Staatliche Münze Baden-Württemberg), Schwäbisch Hall (Hällisch-Fränkisches Museum; Bausparkasse Schwäbisch Hall AG), Nürnberg (Germanischen Nationalmuseum, Münzkabinett; Quelle Schickedanz), Würzburg und Frankfurt am Main (Stiftung maecenia) nun auch nach Berlin zum Ort künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Thema Geld, zur Sammlung Haupt.

Anna Poetter wird für Gespräche über Geld zur Verfügung stehen und in einem geschützten Raum die Beichte zum Thema abnehmen. In einer Installation in den Räumen der Kanzlei Haupt – Rechtsanwälte wird sie ihre bisherigen Eindrücke der Pilgerreise mit Videos präsentieren (Teilnahme auf Einladung bzw. Anfrage).

weitere Informationen:

Anna Poetters Internetpräsenz
Pilger-Blog,  dazu Medienecho Hörfunkt/Print
 Information der Sammlung Haupt als PDF

Details/Fotocredit
in der Großansicht

 

 

     

Bilder vom Sommerfest in der Sammlung Haupt - Großansicht/Slideshow per Klick auf die Abbildungen · Fotos: Michael Kirsten (6) / Hermann Büchner (1)

weitere Bilder: Album auf facebook

 

 

 

Begrüßungsgeld, 1989
(Arbeit in der Sammlung)



weitere Arbeiten aus
der Serie »MURUM MURORUM«
mit freundlicher Unterstüt-
zung von Benjamin Ochse

Juli 2014

Neu in der Sammlung: »Begrüßungsgeld« von Hildegard Ochse

Am 1.7.2014 jährt sich zum 24. Mal der Tag der deutschen Währungsunion: Monate vor dem Beitritt zur BRD erhielten die DDR-Bürger damit die von vielen lang ersehnte ›harte‹ Währung. Vorausgegangen waren einschneidende gesellschaftliche Veränderungen im Sommer und Herbst 1989, die in der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November gipfelten.
Die (West)Berliner Autorenfotografin Hildegard Ochse (1935 - 1997) dokumentierte diesen Prozess: zur Serie »MURUM MURORUM«, bestehend aus 72 Motiven, gehört die für die Sammlung Haupt erworbene Arbeit mit dem beziehungsreichen Sujet - in der für Ochse typischen Schwarzweiß-Fotografie jeder euphorisierender Verklärtheit entledigt.
Die Momentaufnahme zeigt die Widersprüchlichkeit der Situation und gewinnt damit Symbolgehalt: Das Gefühl der Freiheit, die brüchige und bald nicht mehr bestehende Grenze zu überschreiten mischt sich mit dem Unsicheren, dem Provisorischen.
Hildegard Ochse wuchs Bad Salzuflen auf. Sie studierte in Freiburg Kunstgeschichte und Germanistik. 1975 begann sie autodidaktisch als Fotografin zu arbeiten, später auch an der »Werkstatt für Photographie« von Michael Schmidt in Berlin-Kreuzberg unter Anleitung von Ulrich Görlich und nahm an Workshops amerikanischer Fotografen teil.
Ab 1981 war sie freiberuflich als Fotografin in Berlin tätig. Das fotografische Werk Hildegard Ochses wurde in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vorgestellt,
u. a. 2013 »Wendezeit« – mit Fotografien der eingangs erwähnten Schaffensphase – im Landtag Brandenburg, Potsdam.

weitere Informationen:

Internetpräsenz zu Leben und Werk von Hildegard Ochse       Information und Vita als PDF
Ausstellung »WENDEZEIT 1989 - 1991«

 
Video: Ausstellung
Wendezeit

 

 

 

 

Juni 2014

MUSE MACHT MONETEN

Unter diesem Motto lädt das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin auf Initiative vom Berliner Medaillenkreis, mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und der Sammlung Haupt zur Beteiligung an einer Edition zur Schaffung neuer Kunstmedaillen ein.
Es ist das Ziel der Edition, das Wechselspiel zwischen Kunst und Geld zu reflektieren. Welche Rolle spielt Geld in unserem Leben? Was ›macht‹ das Bedürfnis nach Geld mit uns? Welchen Anteil hat die Kunst an der Macht? Was ist Geld für die Künstler? Erhöht sich die Akzeptanz von Geld, wenn es künstlerisch und qualitätvoll gestaltet ist?
Das sind einige der Fragestellungen, denen in der künstlerischen Umsetzung des beziehungsreich und mehrsinnig formulierten Themas nachgegangen werden kann.

Alle Einzelheiten der Ausschreibung, die sich an Künstler mit Arbeits- bzw. Lebensmit-
telpunkt in der Bundesrepublik Deutschland richtet – einschließlich des zur Anmeldung einzusendenden Formulars – in diesem PDF.

 

 

 

 

Aktion in der
Sammlung Haupt

Mai 2014:

Neu in der Sammlung: Spuren der Performances von Norgard Kröger

Die in Berlin lebende Künstlerin Norgard Kröger verweigert sich am Liebsten jeder Art
von Werk-Dokumentationen oder anderen üblichen Kunst(markt)gepflogenheiten. Die von ihr während ihrer partizipativen Interaktions-Performances im öffelichen Raum entstehenden Dokumente und Fotografien sieht sie nicht als Kunstwerk an, sondern
als Eindrücke und Spuren ihrer Tätigkeit. Das ›Kunstwerk‹ ist ihre ›Arbeit‹.
Dabei geht die Künstlerin stets auf den vorgefundenen Ort und dessen Funktion ein
und ›arbeitet‹ innerhalb dieser Parameter. I3 Dezember 2013 wurde die Künstlerin zur Weihnachtsfeier der Sammlung Haupt eingeladen, um dort zu arbeiten. Sie richtete eine Servicestation ein und bot dort als Dienstleistung an, die mitgebrachten Geldscheine
der Gäste mit »Geld kann man nicht essen« zu beschriften. Zudem gab es eine Do-it-yourself-Beschriftungsstation, eine Tauschmatte als Handelsplatz im Fahrstuhl des Gebäudes und eine Installation mit Videos der »Geld kann man nicht essen« Perfor-
mances von Norgard Kröger auf den vorhandenen Bildschirmen.
Die fotografische Dokumentation dieser Weihnachtsfeier-Aktion ebenso wie die dazu-
gehörige Rechnung Krögers sind nun Bestandteile der Sammlung Haupt.
Die aus Norgard Krögers Performance »May I ...?« hervorgegangenen Dokumente – zwei beschriftete Geldscheine und eine Quittung – wurden ebenfalls in die Sammlung Haupt aufgenommen. Auch sie sind nicht als Kunstwerk zu verstehen, sondern als Spuren der Arbeit der Künstlerin.

weitere Informationen, Abbildungen:

Dokumentation zu den Arbeiten in der Sammlung Haupt PDF
Statement zum Arbeitsbegriff von Norgard Kröger PDF
Video »Geld kann man nicht essen« bei YouTubel Länge 4'30

»May I...?«-Spuren

Rechnung

  Aktion: Video

 

 

 

März 2014 (II):

Eine Sonderausstellung der Sammlung Haupt zu Gast beim Verband Deutscher Bürgschaftsbanken eröffnet am 2. April 2014 um 18 Uhr in die Schützenstraße 6a, 10117 Berlin.

Die Werke der Sammlung Haupt beschäftigen sich mit der künstlerischen Auseinander-
setzung zum Thema Geld. Der Finanzkreislauf, das Bankensystem oder unterschiedliche Währungen spielen hierbei genauso wie die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Geldkunst eine wichtige Rolle. Auch der kritische Umgang mit Banken in der Kunst wie bei Thomas Baumgärtel gehört dazu.
Es werden in der Ausstellung unter anderen Arbeiten von Joseph Beuys, Agathe Fleury, Julia Herfurth, Friedenreich Hundertwasser, Anne Jud und Hans Ticha gezeigt.

Anmeldung zur Teilnahme an der Eröffnung sowie an Sonderführungen – Informationen und Reservierung bei Tina Sauerländer unter ts@sammlung-haupt.de

Abbildungen:
li. o.: Thomas Baumgärtel, Banken sind… Banane, 2012
re. o.: Hans Ticha, Finanzprodukt, 2010
übrige: Ausstellung und Eröffnung in den Räumen des VDB  weitere Bilder

 

 

 

Like, 2013

Love, 2013

Zero, 2013

© Dadara

März 2014

Neu in der Sammlung: Like, Love, Zero von Dadara

Drei der 2013 emittierten Künstlergeld-Währungen der Exchanghibition Bank sind aktuelle Neuerwerbungen der Sammlung.
Das Motto des 2010 vom niederländischen Künstler Dadara gegründeten Geldinstituts, welches neben einem Online-Shop übrigens reale Filialen in Amsterdam unterhält und zu diversen Kunst-Events, so im September 2011 auf dem Burning Man Festival in der Wüste von Nevada gastierte, lautet: »The Art of turning Art into Money«.
Sein Anliegen, die Kunstwährung im Tausch gegen gültige Banknoten in Umlauf zu bringen, umschreibt der 1969 geborene Künstler wie folgt:
»In der heutigen Finanzkrise ist Kunst häufig als alternative Anlageform genannt worden. Doch sagen die Millionen von Dollars, die man für einen Hirst, einen Koons oder einen Picasso zahlen müsste, etwas über den sozialen oder künstlerischen Wert oder das Potential der Veränderung aus? Wie immer man darüber auch denken mag - die Exchanghibition Bank ist angetreten, der Kunst zu dienen: Der Kunst, aus Kunst Geld zu machen.«
Speziell zu »Like« mit den visualisierten Anspielungen auf allgegenwärtige facebook-Icons heißt es: »Dankbarkeit und Wertschätzung zu zeigen, war schon immer ein wesentlicher Bestandteil unserer menschlichen Interaktionen. Seit wir den sozialen Medien erlaubt haben, das ›Gefallen‹ in Geld umzusetzen und unsere monetären Transaktionen immer anonymer geworden sind, scheint es schwieriger geworden zu sein, solche Gefühle auszudrücken.«
Grundlage der Exchanghibition-Bank-Noten, gedruckt in Sonderfarben mit währungsspe-
zifischen Silbereffekt-Elementen, sind jeweils akribisch in Öl auf Leinwand realisierte Gemälde von 55 x 120 cm Größe.

weitere Informationen, Abbildungen und CV Dadara: PDF
Dadara Websites: www.dadara.nl · Exchanghibition Blog/Shop
Dadara on Art of Money (Vimeo)
Dadara, Pecha Kucha-Vortrag, Berlin, 16.4.2013

Dadara im Atelier
mit Zero-Bildern

... beim Malen

Central Station

  The Art of turning

 

 

 

 

Januar 2014 (II):

Kunst kommt von Kapital - Der Sammler Stefan Haupt sammelt Kunst, die Geld thematisiert

Gespräch auf Deutschlandradio Kultur
23.1.2014, ab 15:07

 

 

MEHR | WERT | SCHÖPFUNG:
SCHULD | HABEN, 2013
v. o. n. u.:
Banknoten, Fotos der Aktion

Honorarvertrag: PDF

© für alle Arbeiten
Christin Lahr

Januar 2014: neu in der Sammlung

MEHR | WERT | SCHÖPFUNG: SCHULD | HABEN von Christin Lahr

Während der Eröffnung der Ausstellung MONEY WORKS bei WHITECONCEPTS am 22.11.2013 wurden von der Künstlerin EURO-Scheine der Ausstellungsbesucher beidseitig mit den Worten SCHULD und HABEN bestempelt, beglaubigt und signiert sowie Gespräche über GELD, WERTE, GELDWERTE VORTEILE und ZUWENDUNGEN geführt.
Zwei Zweihundert-Euro-Scheine sowie der Original-Honorarvertrag der Aktion bereichern seither den Bestand der Sammlung als authentische Elemente der auf das Prozesshafte fokussierten künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex »Geld - (Mehr)Wert« von Christin Lahr: »Die Transformation eines GELDSCHEINS von reinem Kapital in kapitale Kunst erfolgte unentgeltlich. Da KAPITAL = KUNST und KUNST = KAPITAL ist der Vorgang reversibel.«

Mit »MACHT GESCHENKE: DAS KAPITAL« (2009 ff.) und »WERT_PAPIER« (2008) sind weitere Arbeiten der Künstlerin bereits seit einiger Zeit in der Sammlung dokumentiert.
Seit 31. Mai 2009 überweist Lahr täglich 1 Cent an das Bundesministerium der Finanzen und wirke dem wachsenden Schuldenberg in homöopathischen Dosen entgegen. (...) In das Feld Verwendungszweck schreibt sie jeweils 108 Zeichen aus »DAS KAPITAL - Kritik der politischen Ökonomie« von Karl Marx. »›MACHT GESCHENKE‹ begegnet der herrschenden politischen Ökonomie sowie menschenunwürdigem Bürokratismus mit der Geste des Schenkens und stellt die Sinnfrage.«

Als »WERT_PAPIER« legte Christin Lahr fortlaufend nummerierte Namensaktien mit einem Nennwert von Null Euro auf – womit das Papier – ein sogenanntes NONVALEUR –  nicht börsenfähig ist. Sie erläutert dazu: »Über den Weg des außerbörslichen Handels oder in Form von Private Placements ist es jedoch möglich, einen Anteil an NICHTS und die damit verbundenen Rechte auf WERT_SCHÖPFUNG für einen Gegenwert von Null zu übereignen.«

Christin Lahr, 1965 geboren in München. lebt und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Professorin für Medienkunst in Berlin und Leipzig.

weitere Informationen, Abbildungen und CV Christin Lahr: PDF (1,5 MB)
Websites www.nonresident.de · www.macht-geschenke.de · http://vimeo.com/60188063

MACHT GESCHENKE: DAS KAPITAL, 2009 ff
o.: Überweisung
m. + u.: Überzeichnungen

WERT_PAPIER, 2008

 

 

 

Sommerer + Mignonneau: The Value of Art – Sheep's Head,  2010

Detail

November 2013

Katalog der Sammlung bei Edition Braus / Neuerwerbung

Unter dem Titel »SAMMLUNG HAUPT Dreißig Silberlinge - Kunst und Geld« ist im Verlag Edition Braus der Katalog zur Sammlung erschienen. Zahlreiche Werke werden in 15 umfangreich bebilderten Kapiteln wie Die Macht des Dollars, Kultur und Identität, Geteiltes Deutschland oder Der Euro vorgestellt. Der Band zeigt den Facettenreichtum des Themas eindrucksvoll auf. Das Vorwort des Sammlers und eine pointierte Einführung des Kunsthistorikers Jürgen Harten runden das Ganze ab.
Die Präsentation findet am 27. November 2013 um 19.30 Uhr in der
King Size Bar, Friedrichstraße 112b, 10117 Berlin, statt.

Die als Covermotiv gewählte Arbeit »The Value of Art – Sheep's Head« (2010) des Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau ist eine der Neuwerbungen der letzten Monate.
Mit ihren Installationen untersuchen Sommerer und Mignonneau neue Möglichkeiten der Interaktion mit dem Kunstwerk - in der Werkgruppe »The Value of Art« werden Wert-
bildungsfaktoren des Kunstmarktes kritisch-ironisierend hinterfragt:

Unter dem Gemälde eines Schafes, das die Künstler auf einer Auktion gekauft haben, befindet sich ein Sensor, der die Verweildauer des Betrachters vor dem Bild misst. Diese Zeit wird in einen Geldbetrag umgerechnet und dem aktuellen Wert des Werkes, der sich aus den Anschaffungskosten und der Verweildauer zusammensetzt, hinzuge-
fügt. Auf einer Kassenrolle unterhalb des Sensors wird der aktuelle Wert ausgedruckt. Jeder, der vor der Arbeit stehen bleibt, erhöht somit den Wert.
(aus dem Vorwort)

weiterführende Informationen zu Sommerer und Mignonneau bei DAM
Website der Künstler zum Projekt »The Value Of Art«

SAMMLUNG HAUPT

Herausgegeben
von Hermann Büchner und Tina Sauerländer

Edition Braus, 2013
deutsch/englisch
Format: 16 x 24 cm
208 Seiten, Hardcover
120 farbige Werkabbildungen

€ (D) 24,95 / € (A) 25,70 / CHF 35,50
ISBN
978-3-86228-086-5

Blick ins Buch
Leseprobe PDF

 

 

 

Julia Herfurth:
Fatma Aliye, Durchleuch-
tung eines türkischen 50-Lira-Scheins, 2012

 

 

Einladung zur Ausstellungseröffnung
als PDF

 

 

 

November 2013

Ausstellung MONEY WORKS | KUNST MIT GELD bei WHITECONCEPTS

Eröffnung am 22. November 2013, 19 - 21 Uhr
Galerie WHITECONCEPTS, Auguststraße 35, 10115 Berlin
Ausstellungsdauer: 23. November - 1. Dezember 2013, Montag - Freitag, 10 - 17 Uhr

Geld wird nach den zahlreichen Finanzkrisen der letzten Jahre ein immer präsenteres Thema in der Kunst. Bereits um 1970, als das Bretton-Woods-System gelöst und das Geld spürbar zu einer abstrakten Größe wurde, fingen Künstler an, sich mit der Bedeutung des Geldes, der Funktionsweise des Finanzsystems, dessen Gewinnern und Verlierern oder auch mit der dessen Geschichte auseinanderzusetzen. In der Ausstellung »MONEY WORKS | KUNST MIT GELD« werden nun aktuelle künstlerische Positionen zum Thema vorgestellt: Die Künstlerin Julia Herfurth verweist in ihrer Arbeit »Fatma Alye« auf die Geschichte der Rolle der Frau in der Türkei, der Wiener Künstler Dominique Gras formt aus Seriennummern von Geldscheinen Waffen auf seiner Leinwand und Nikolaus Eberstaller kreiert seine eigenes Künstlergeld, den Honey, um seine Sichtweise der guten und schlechten Seite des Geldes darzustellen.

Mit Arbeiten von: André Boitard, Nikolaus Eberstaller, EMESS, Thorsten Goldberg, Dominique Gras, Manuel Gras, Wulfried Hengstenberg, Julia Herfurth, Elmar Hess, Norbert Hinterberger, Timo Klöppel, Christin Lahr, Armin Lindauer, Chen Linggang, Marok, Philip Metz, Maria & Natalia Petschatnikov, PSJM, Stefan Rinck, Sebastian Siechold, Markus Schaller, Klaus Staeck, Philip Topolovac und Jakob Zoche.

Die Ausstellung wird kuratiert von Nicole Loeser und Tina Sauerländer, präsentiert von der Sammlung Haupt und WHITECONCEPTS, mit freundlicher Unterstützung von aquabit

Manuel Gras: Geldgaumenfreuden 56, 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans Ticha:
Finanzprodukt, 2010

 

 

 

 

 

 

Oktober 2013

Neuerwerbungen: Holzschnitte von TICHA

Die Gruppe druckgrafischer Arbeiten der Sammlung Haupt wird seit kurzem durch zwei Mehrfarb-Holzschnitte von Hans Ticha bereichert.
Das Werk des 1940 in Tetschen-Bodenbach (heute Děčín, Tschechische Republik) geborenen Künstlers darf als eines der eigenwilligsten in der DDR, wo Ticha bis 1990 wirkte, gelten.
An Frische und Kraft hat seine Kunst, die von ironischer bis skurriler Aufbereitung der Themen und flächenbetonten, kräftigen Farbfigurationen charakterisiert ist, bis heute nichts eingebüßt.

Nach Lageraufenthalt (1945/46) und Zwangsarbeit in der Tschechoslowakei besuchte er von 1946 bis 1958 die Schule in Schkeuditz und studierte von 1958 bis 1962 Pädagogik (Kunsterziehung und Geschichte) an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Von 1962 bis 1964 arbeitete Ticha als Lehrer in Lindenthal bei Leipzig, studierte ab 1965 an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee, u. a. bei Kurt Robbel, Werner Klemke, Arno Mohr und Klaus Wittkugel. Er war danach von 1970 bis 1990 als freischaffender Maler und Buchillustrator tätig, in dieser Zeit zur Kunstszene des Berliner Prenzlauer Berges rund um den Kollwitzplatz gehörend. Nach der Wende in der DDR zog er 1990 nach Mainz und 1993 nach Maintal-Hochstadt bei Hanau.

Diese Information als PDF
Weiterführende Informationen zum Künstler: Website der Galerie LÄKEMÄKER

Hans Ticha:
Bürger! Schützt eure Anlagen!, 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

Elly Baltus: The Sound of Money, 2012

Rückseite

Prägung

Prägestempel

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September 2013

Neuerwerbungen: Art-Reserve-Bank-Münzen von Elly Baltus und Anne de Vries

Neu im Bestand der Sammlung sind die im Auftrag der niederländischen »Art Reserve Bank« entstandenen Arbeiten von Elly Baltus und Anne de Vries. Die Art Reserve Bank emittiert künstlerisch gestaltete Medaillen in 100er Auflage, die exklusiv durch Zahlung realer Währungen erworben werden können.

»The Sound of Money« von Elly Baltus bezieht sich auf die visuellen Eigenheiten von Poker-Jetons und Symbolen auf Kartenspielen, wie sie in Casinos zu finden sind. Für die Künstlerin entstehen Geräusche des Geldes erst beim Benutzen desselben, und zwar nicht nur bei klingelndem Kleingeld in der Hosentasche, sondern auch am Spieltisch.
Der Künstler Anne de Vries hat für seine Arbeit »Based on Memory« verschiedene Personen gebeten, aus der Erinnerung heraus die Vorderseite der 1-Euro-Münze wiederzugeben. Vier der so entstandenen Zeichnungen wurden künstlerisch umgesetzt und geprägt.

Elly Baltus (*1956 in Bergen, Niederlande) ist Bildhauerin und Medaillenkünstlerin. Sie graduierte an der Gerrit Rietveld Akademie Amsterdam und erwarb den Master of Arts der Universität von Wales (Cardiff). Der Große Preis der FIDEM in Tampere 2010, den sie für ihre Medaillenkunst erhielt, verschaffte ihr internationale Beachtung. Baltus' Arbeiten werden weltweit ausgestellt, von Sammlern erworben und sind in wichtigen Museen in der ganzen Welt zu finden.
Information (Internetpräsenz der Künstlerin) »The Sound of Money«

Anne de Vries (*1977 in Den Haag, Niederlande) studierte 1997-1999 und 2000-2002
an der Gerrit Rietveld Akademie Amsterdam, an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art, New York (1999-2000) und an der Reichsakademie der Bildenden Künste in Amsterdam (2011-2012). Er lebt und arbeitet in Amsterdam and Berlin.
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, Workshops, Arbeiten in Sammlungen weltweit.
Information (Internetpräsenz des Künstlers) »Based on Memory«

Anne de Vries: Based on Memory, 2012

Euro V2.3

Euro V2.4

Rauminstallation

 

 

 

September 2013

Ausstellung der Sammlung in den Räumen des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken Berlin
(12. September bis, verlängert, 31. März 2014)
Besichtigung im Rahmen der Sonderführungen auf Anmeldung

 

 

Ausstellung und Eröff-
nung im Kunstforum

August 2013

MONEY, MONEY, MONEY – Ausstellung der Sammlung Haupt im Kunstforum Halle

Das Kunstforum Halle präsentierte vom 20. August bis zum 15. September 2013 - Eröffnung am Sonntag, 18. August, 15 Uhr - eine umfangreiche Auswahl von Arbeiten aus der Sammlung Haupt.

weitere Informationen und Abbildungen in der Archiv-Rubrik

Information als PDF

 

 

neu im Bestand:

Schein - Nische, 2012

Aus zwei mach drei, 2008

Was ist, wenn man trotzdem lacht
(Blondinen-Witz), 2012

Juli 2013

Neu im Bestand der Sammlung: Arbeiten von Sebastian Siechold

Sebastian Siechold, geboren 1982 in Quedlinburg, studierte von 2003 bis 2009 freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und war anschlie-
ßend Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel. Ausstellungen, Vorträge und Präsentationen führten den Künstler unter andrem nach China, Polen, Tschechien, Italien und in die Niederlande.
Seit mehreren Jahren nimmt das Thema »Geld« einen zentralen Platz im Schaffen Siecholds ein.

Zusammen mit den bereits im Bestand der Sammlung befindlichen Arbeiten belegen die Neuzugänge »Aus zwei mach drei«, »Schein – Nische« sowie zwei Blätter aus der Serie »Was ist, wenn man trotzdem lacht« den zuweilen burlesken künstlerischen Umgang mit einem scheinbar ›nur‹ alltäglichen Phänomen, welchem er in Aktionen und Verfremdun-
gen frappierende Aspekte abzugewinnen vermag.

»Die Arbeitsreihe ›Was ist, wenn man trotzdem lacht‹ besteht aus einer Auswahl von Witzen, die auf pointierte Weise das gegenwärtige Geldsystem beschreiben. Im Gegensatz zum Witz steht das eher freudlos anmutende Material, das vollständig aus ›recyceltem‹ und neugeschöpften Geldscheinpapier besteht. (…)
›Aus zwei mach drei‹ beruft sich auf die 51%-Regel der Zentralbanken, wonach ein bisschen mehr als die Hälfte eines (zerstörten) Geldscheins ausreicht, um einen neuen Schein zu bekommen. Die ursprünglichen zwei Scheine wurden so geschnitten, dass jeweils die fehlenden Teile zusammen einen neuen, dritten Schein ergeben (der aus mehr als 51% besteht) …« Sebastian Siechold

PDF mit Informationen und Werkabbildungen
Blog Sebastian Siechold

bereits im Bestand:

10-Won, 2012

10-Euro-Postkarte
Nr. 3, 2012

10-Schein, 2012

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Juni/Juli 2013

Berichte über die Sammlung in Print- und elektronischen Medien

Berliner Morgenpost, Printausgabe, 2.6.2013: Haste mal 'ne Mark?
Berliner Morgenpost online, 3.6.2013: Wenn ein Toilettenhocker plötzlich wertvoll ist
sculpture network, Newsletter, 26.6.2013: Die Sammlung Haupt
Cicero online, 6.7.2013: Bildergalerie
berlin art parasites, 13.7.2013: Collector's Corner: Show Me The Money

 

 

 

Marie Cochons Performance vor dem Wiener Parlament, 2012




Details der Home Made Money, Fingerprint Ed.:

  auf die Abbildungen
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Mai 2013

Neu im Bestand der Sammlung:
Marie Cochons Performance vor dem Wiener Parlament von Nikolaus Eberstaller und Barbara Eberstaller-Wendelin

Ein Blatt der Medium Edition als Giclée Print auf schwerem Hahnemühle Bütten, das die Wiener Premiere der Marie-Cochon-Performances dokumentiert, zählt zu den Neuer-
werbungen der jüngsten Zeit. »Als Barbara und Nikolaus Eberstaller im vergangenen März die mit Geld ausgestopfte Sau Marie Cochon durch die Wiener Innenstadt trieben, wurde die Performance ›gegen die Gier auf Kosten anderer‹ weltweit in den Medien aufgegriffen. In 13 Ländern wurde berichtet, unter anderem im WALL STREET JOURNAL, PARIS MATCH oder der renommierten deutschen DIE ZEIT. Seitdem hat Marie Cochon viel erlebt: (...) eine Stadtwanderung über den Kurfürstendamm und zwei Ausstellungen in Berlin; ein Auftritt in Valeries Salon auf der Wiener Summerstage und vieles mehr ...« (aus der Presse-Info der Künstler).
Im Herbst 2013 wird Marie Cochon als beste Performance in London mit dem LICC-Award prämiert.

Bereits in der Sammlung befindliche Arbeiten von Nikolaus Eberstaller aus Gols/Öster-
reich sind die Druckbögen der gesellschaftskritischen ›Eigenwährung‹ »Home Made Money« aus der Series Krasków I, sowie der darauf aufbauenden Fingerprint-Edition,
zu der Dr. Achim Gnann, Kurator an der Albertina Wien, schrieb: »... die von Eberstaller erfundene Geldwährung HONEY stellt Gegensätzliches gegenüber. Sie zeigt auf, dass Geld einerseits friedliche und andererseits zerstörerische Folgen hat, je nachdem, wie und auf welche Weise es verwendet wird. Auf der Vorderseite jedes Scheines erscheint ein barockes Schloss in einem Park (Krasków in Polen), ein sonniges Idyll, das den Wohlstand und Frieden als Folge sinnvoll eingesetzten Geldes versinnbildlicht. Die Rückseiten zieren dagegen allegorische Darstellungen der sieben Todsünden - Acedia, Luxuria, Gula, Invidia, Avaritia, Ira und Superbia ....«
(vollständiger Text im PDF)


PDF mit Detailabbildungen und Erläuterungen zu »HONEY – Home Made Money«
PDF Marie Cochon in der Edition Eberstaller / Marie-Cochon-Internetpräsenz
Website Eberstaller mit weiteren biografischen und werkbezogenen Informationen

Honey – Home Made Money, Fingerprint
Edition, 2011



Details:

 

 

 

Mai 2013
Ankündigung:
Ausstellung der Sammlung Haupt im Kunstforum Halle, 20.8 - 15.9.2013

Werke der Sammlung werden im genannten Zeitraum in den Ausstellungsräumen des Kunstforums Halle (Stiftung der Saalesparkasse),
Bernburger Straße 8, 06108 Halle, gezeigt.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, dem 18. August 2013 statt

für weitere Informationen zum Haus und die Veranstaltungen/Ausstellungen
hier bzw. auf die Abbildung rechts klicken
Ausstellungs-Ankündigung des Kunstforums Halle hier

 

 

 

April 2013
Buchpremiere »KUNST Magazin Sammlergespräche«
im Rahmen des Sammlergesprächs am 27.4.2013 im me Collectors Room Berlin /
Stiftung Olbricht wird das von Jennifer Becker und Stefan Haupt herausgegebene
Buch vorgestellt.

OFFIZIN Verlag, Zürich
176 Seiten | broschiert
80 Abbildungen
ISBN 978-3-907496-78-7

für weitere Informationen auf die Abbildung des Buchcovers rechts klicken

 

 

Inflation ist … Banane, 2012

Banken sind… Banane, 2012

weitere Arbeiten im Bestand der Sammlung:

5-DM-Banane, 2002

50-DM-Banane, 2002

  auf die Abbildungen
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April 2013
Neuerwerbungen im Zeichen der Banane – Arbeiten von Thomas Baumgärtel

Blätter aus zwei aktuellen Editionen von Thomas Baumgärtel sind seit kurzem im Werk-
bestand der Sammlung Haupt – das Inflationsgeld »Inflation ist … Banane« sowie die
Bankaktie »Banken sind… Banane«, beide entstanden 2012, herausgegeben von Peter
Klemms Popartshop, Mainz-Kostheim.

Zum Jahresauftakt 2012 schrieb die Tageszeitung Die Welt: »Banken haben Vertrauen
der Bürger verspielt. Drei Jahre nach der Lehman-Pleite ist der Ruf der Banken mise-
rabel. Ihr Geschäftsmodell steht auf dem Prüfstand.«
Die Bankenkrise kommentiert der Bananensprayer in der ihm eigenen Art: Seine Banane
ziert eine Original-Aktie der Chase Manhattan Corporation, die heute unter dem Namen
JPMorgan Chase die größte Bank der Welt ist. Sie gilt als ›systemisch bedeutsam‹.

Im Kontext einer Prognose der Frankfurter Rundschau (Ende 2011): »Die große Inflation
kommt 2013« steht die zweite Botschaft, für welche Thomas Baumgärtel Original-
Geldscheine verwendet hat. Die FAZ schrieb: »Eine höhere Inflation ist ein vergleichs-
weise angenehmer Weg, die Schuldenlast zu drücken.« Die Konsequenz: »Dem Staat
ist es recht: Seine Schulden schrumpfen unauffällig.« Der Künstler wagt den histori-
schen Bezug: am 22. August 1923 hat die Deutsche Reichsbank eine Banknote im Wert
von 100 Millionen Mark herausgegeben. Diese war schon wenige Wochen später prak-
tisch wertlos: Im November 1923 kostete ein Brot 192 Milliarden Mark.

Abbildungen links: Werke von Thomas Baumgärtel in der Sammlung
rechts: ausgewählte Baumgärtel-Aktionen

PDF mit Informationen und Werkabbildungen
Website Thomas Baumgärtel

Köln, 2013

Köln, 1998

Projektplanung Berlin

Museum Goch, 2008

 

 

 

April 2013
Alles wird gut.

12. bis 28. April 2013: Ausstellung von Nikolaus Eberstaller bei Whiteconcepts
Eröffnung am 12.4.2013, 19 Uhr durch Dr. Stefan Haupt

für weitere Informationen auf die Abbildung rechts klicken

 

 

 

März 2013
Interview im kunstundhelden Blog:
auf das Logo rechts klicken

 

 

 

Gesamtansicht
Fatma Aliye, Durchleuchtung eines tür-
kischen 50-Lira-Scheins, 2012
15 Silbergelatineprints,
je 16 × 24 cm

  auf die Abbildungen
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Februar 2013
Mehrteilige Silbergelatineprints-Arbeit von Julia Herfurth neu in der Sammlung

Die 15-teilige Arbeit »Fatma Aliye – Durchleuchtung eines türkischen 50 Lira Scheins« von Julia Herfurth, entstanden im Jahr 2012, ist seit kurzem Bestandteil der Sammlung Haupt.
Der 50-Lira-Schein ist der erste türkische Geldschein, auf dem eine Frau abgebildet ist. Er wurde 2009 mit der Währungsumstellung eingeführt und sorgte für einige Debatten. Die darauf abgebildete Frau, Fatma Aliye (1892 bis 1936), gilt als die erste weibliche Romanautorin der Türkei. Sie war die erste Frau, die Romane unter ihrem eigenen Na-
men veröffentlichte. Außerdem engagierte sie sich für Frauenrechte, schrieb Essays
und Kolumnen für ein Frauenmagazin.
Die heutige Republik Türkei wurde 1923 von Mustafa Kemal Atatürk gegründet. Er ist
auf jedem türkischen Geldschein mehrmals abgebildet.
Durch das Durchleuchten des 50-Lira-Scheins und das Sichtbarwerden beider Seiten des Geldscheins sind Fatma Aliye und Atatürk gleichzeitig zu erkennen und stehen sich gegenüber. Das wirft die Frage danach auf, wie sich Fatma Aliye gegenüber Atatürk positioniert hat, d.h. ob sie mit seinen Ideen übereinstimmte oder nicht, ob sie eher für den Fortschritt und die von Atatürk durchgeführten Reformen steht oder für die Werte des zerfallenen Osmanischen Reichs.

Julia Herfurth legt im Frühjahr 2013 an der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung/Freie Kunst bei Prof. Norbert W. Hinterberger ihr Diplom ab, sie absolvierte
2011/12 ein Auslandssemester an der Marmara Universität, Istanbul, Türkei.

PDF mit Informationen und Werkabbildungen
Website Julia Herfurth

Detailansichten der
einzelnen Tafeln

Fotos: Julia Herfurth

 

 



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Dezember 2012
Neuzugänge: Squared Quarter und Quadrat-Mark von Andor Orand

Squared Quarter und Quadrat-Mark von Andor Orand bereichern seit kurzem den Be-
stand der Sammlung »Dreißig Silberlinge«.
Die Exklusivität der Werke resultiert aus der künstlerischen Adaptionen von real exis-
tierenden Münzen, deren Fertigung analog des Prägeprozesses originaler Umlaufmünzen in einem komplizierten technischen Verfahren, aber in kleiner Auflage realisiert wurde.
Der Konzept-, Multimedia- und Performancekünstler, Autor und Musiker, geboren in Pforzheim als Andor Carius, lebt seit 1969 in New York und Princeton (USA).

Bereits Anfang der 70er Jahre wandte er sich der Adaptation des amerikanischen 25-Cent-Geldstückes zu, in Umformung dessen Erscheinungsbildes vom Kreis zum Quadrat 1982 seinen Squared Quarter kreierend. Manfred Mohr und Bill Kinsinger schrieben ein spezielles Programm, mit dem Andor die Vorlage computergestützt verfremdete. Die Prägung der ›satirischen Münze‹ – zwei Gewichtsvarianten (¼ Unze und ½ Unze) in 999er Silber – erfolgte 1984 durch die Medallic Art Company of Danbury, Connecticut. Von den begleitend entstandenen Sonder- und Fehlprägungen in weiteren Materialien und Legierungen sind in den Sammlungsbestand Exponate in Messing, Bronze und Spritzguss eingegangen.

Mit Hilfe des Computerprogramms von Bill Kinsinger setzte Andor später die D-Mark ›ins Quadrat‹: In Kooperation seiner Square Deal Productions und der Münz-Prägstatt GmbH München entstand 2001 die Quadrat-Mark, graviert von W. P. Brunner. Die Medaille von 22 x 22 mm wurde in Silber und Gold produziert.

»Das ist das Einmaleins der Zirkulation meiner Quadrat-Mark. Zur Zeit des Abschieds
soll die DM ins Quadrat erhoben und durch Potenzierung verewigt werden.«
Andor Orand

Weiterführender Text (PDF) mit vielen Details und weiteren Abbildungen
Andor Orand: Biografie (PDF) · Andor Orands SQUARE DEAL

 

 

 

 

November 2012
»Droht Inflation? Flucht in die Kunst«
Expertenrunde aus Anlass der 3. open]art[space - projektraum kunst
am 8.11.2012 in Berlin mit u. a. Dr. Stefan Haupt

Expertenrunde

 

 

 

aus der Serie
»What's the colour of money!?« (52 Motive)
2009/2010,
Stencil & Print Collage auf handgeschöpftem Papier, je 29,7 x 21 cm

 

 

Serie
»What's the colour
of money!?«, Ausschnitte

Juli 2012
Neu in der Sammlung: Riot – Don't matter tonight! von EMESS

Die Arbeit »Riot – Don't Matter Tonight« aus der Serie »What's the colour of money!?« von EMESS erweitert seit kurzem die Sammlung Haupt um den Aspekt der Urban Art.
Einst Meisterschüler der UDK Berlin, erforscht EMESS seit nunmehr über einem Jahr-
zehnt intensiv die Gestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsweisen des öffentlichen Raumes. Mittels künstlerischer Irritationsmomente und urbaner Interventionen strebt er danach, gewohnte Überzeugungen zu hinterfragen und neue Denkprozesse anzustoßen. Die Arbeiten des Künstlers sind häufig durch politische Fragen motiviert, er konfrontiert den Betrachter mit Problemen, für die es möglicherweise keine klaren Antworten oder Lösungen gibt.

Die Arbeit »Riot – Don't matter tonight!« ist eine von insgesamt 72 verschiedenen Schablonen-Collagen-Drucken aus den Jahren 2009 und 2010. In dieser Porträtserie verarbeitet EMESS altbekannte Stiche der Konterfeis von Persönlichkeiten handelsüb-
licher Währungen wie Dollar, Pfund, dänischer und schwedischer Krone oder türkischer Lira und kombiniert die antike Handwerklichkeit der Holz- und Kupferstiche mit der Poppigkeit moderner Musiktitel.

Auf dem für die Sammlung erworbenen Blatt ziert »(Money)...Don't matter tonight!« von Prince die 1-Dollar-Ikone George Washington; Neonpink prangt unter dem Abbild Queen Elisabeths vom englischen Zehn-Pfund-Schein der bekannte Beatles-Titel
»(Money)...Can't buy me love!«...

Weiterführender Text (PDF) mit Biografie und Abbildungen
Website ATM Gallery

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EMESS: Riot – Don't
matter tonight!, 2010
Stencil & Print Collage auf handgeschöpftem Papier, 29,7 x 21 cm

Mount Push More - Straßeninstallation 2012, Schöneberg

Ausstellungsansicht Original-Schablonen

 

 

 

April 2012
Buchveröffentlichung: »Corporate Collections«


Der Band stellt 70 Kunstsammlungen deutscher Unternehmen in Bild und Text vor, darunter die Sammlung Haupt. Neben einem informativen Text zur Sammlung sind Werkabbildungen von Barton Lidicé Beneš, JSG Boggs, Justine Smith und Timm
Ulrichs in den Beitrag einbezogen worden.
Erscheinungstermin: 18.4.2012 – Buchpremiere zur Art Cologne 2012 Bilder

Deutsche Standards EDITIONEN in Zusammenarbeit mit daab Media, Köln
Präsentation des Verlages                       Presseinformation als PDF

Hrsg. von Olaf Salié, Friedrich Conzen und dem Arbeitskreis Corporate Collecting (ACC)
des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft beim BDI e. V.
Text in Deutsch und Englisch
Gestaltung von Meiré und Meiré / Texte von Gérard Goodrow
Hardcover mit Schutzumschlag / 24 x 28,7 cm
468 Seiten / ISBN 978-3-942597-22-7 / 65,00 €

 

 Cover
© daab Verlag Köln

Medienecho:
Arcademi, 24.4.2012

 

 

 

     

 

 

THE bounty (Euro), 2012
FujiFlex auf Dibond, Metallhalterungen,
ca. 220 x 220 x 50 cm

März 2012
Neu in der Sammlung: THE bounty (Euro) von Thomas Eller

Die großformatige Arbeit »Euro« aus Thomas Ellers Werkgruppe »THE bounty« berei-
chert seit kurzem den Werkbestand der Sammlung Haupt. Die Faszination der Arbeit geht nicht nur von der perfekten technischen Umsetzung brillanter, auf Dibond kaschierter FujiFlex-Fotodrucke aus, sondern vor allem vom imposanten räumlichen Eindruck, den die 29 unterschiedlich großen Tafeln, jeweils an einer frontal nicht sicht-baren Halterung montiert, durch ihren Schwebezustand hervorrufen. Eller kreiert aus diesem Ensemble flächiger Einzelelemente Räumlichkeit durch ›Bewegungsunschärfe‹ und Tiefenstaffelung – und damit eine seiner »Explodierenden Fotoskulpturen« (Linde Rohr-Bongard, Herausgeberin des Kunst-Kompass, Manager Magazin).
Abbilder aus dem Alltag werden dadurch für den Betrachter in einem völlig neuen Kon-
text präsentiert, so auch im Falle der vorliegenden Adaptation vorder- und rückseitig sichtbarer Euro-Münzen.

Die Arbeit wird erstmalig ab Ende März – neben weiteren Leihgaben aus der Sammlung Haupt – innerhalb der Ausstellung »Der Goldene Käfig« im KUNSTBÜROBERLIN gezeigt.

Thomas Eller, der seine Projekte daraus ableitend mit dem Präfix THE versieht, wurde 1964 in Coburg geboren, studierte zunächst drei Semester Kunst an der HdK (heute UdK) Berlin, anschließend bis 1989 Religionswissenschaften, Philosophie und Kunstge-
schichte an der FU Berlin. Er lebte und arbeitete von Mitte der 90er Jahre bis 2003 in New York, seither im Wechsel dort und in Berlin. Neben seiner international viel beachteten und in zahlreichen Ausstellungen und Projekten präsenten künstlerischen Arbeit war Eller als Mitbegründer und Redakteur des Online-Portals Artnet und als Leiter der Temporären Kunsthalle Berlin tätig.

Weiterführender Text (PDF) mit Biografie und weiteren Abbildungen
Website Thomas Eller

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Entstehung im Studio
Eller / Detailansichten

 

 

 

Dezember 2011
Ständige Ausstellung neu eingerichtet

Werke der Sammlung Haupt werden in den neuen Räumlichkeiten der Kanzlei in einer ständigen Ausstellung gezeigt und können nach persönlicher Absprache besichtigt werden. Die kuratorisch unter neuen Gesichtspunk-
ten arrangierte Kanzlei-Ausstellung gliedert sich in jeweils einen Raum mit Werkgruppen von Barton Lidicé Beneš, Joseph Beuys und Klaus Staeck, in die Bereiche Münz-»Kabinett« und Künstlergeld, ergänzt um druck- und fotografische Arbeiten sowie plastische Objekte.